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Luzon

Pamarawan setzt beim Küstenschutz auf Bambus, Austernschalen und Mangroven

BULACAN – Auf der niedrig gelegenen Insel Pamarawan vor Malolos versuchen die Bewohner, der zunehmenden Bedrohung durch Sturmfluten, Hochwasser und Bodensenkungen mit einer ungewöhnlichen Schutzanlage zu begegnen. – klajoo.com – Statt ausschließlich höhere Betonmauern zu errichten, setzen sie auf Bambuskonstruktionen, Kokosfaserbeutel, Austernschalen und natürliche Sedimentablagerung.

Die Karte ordnet Barangay Pamarawan südlich von Malolos in der Provinz Bulacan ein. Der rote Punkt ist eine belegte Ortsreferenz; die genaue Lage der Bambus- und Sedimentbarrieren wird damit nicht behauptet.

Die Nachrichtenagentur AFP berichtete am 29. Oktober aus der rund 3.000 Einwohner zählenden Inselgemeinde, dass die Menschen ihre Häuser über Jahre wiederholt erhöhten, ohne das Überflutungsproblem nachhaltig zu lösen. Der neue Ansatz soll Wellenenergie bereits vor dem Ufer abschwächen, Sedimente zurückhalten und gleichzeitig Lebensräume für Austern und Mangroven fördern.

Das niederländisch-philippinische Pilotprojekt wird vom Ingenieurunternehmen Haskoning begleitet. Nach Angaben des Projektteams sind Bambussperren und Sedimentfallen auf die Gezeiten und die lokale Küstenform abgestimmt. Das Programm der niederländischen Regierung RVO sowie lokale Behörden und die Bewohner sind eingebunden. Die Initiative wurde nicht erst am Tag der AFP-Veröffentlichung begonnen: Planung und Umsetzung reichen über die Jahre 2024 bis 2026.

Nach Angaben der Beteiligten zeigt sich bereits eine Sedimentansammlung hinter den Barrieren. Eine belastbare Langzeitbilanz über die Wirkung bei besonders schweren Taifunen ist daraus jedoch noch nicht abzuleiten. Die Projektverantwortlichen geben außerdem an, dass ein großer Teil der Bauarbeiter unmittelbar aus Pamarawan stammt.

Für andere gefährdete Küstengebiete der Philippinen ist das Vorhaben deshalb doppelt interessant: Es verbindet einen möglichen Schutz vor Wellen mit örtlichen Arbeitsplätzen und der Erhaltung natürlicher Küstenökosysteme. Ob die Methode großflächig übernommen werden kann, hängt von unabhängigen Messungen, Wartung, Standortbedingungen und den Ergebnissen weiterer Sturmperioden ab. – RM

Quellen:

  • Agence France-Presse (AFP), „Philippine island fights rising seas with nature, not concrete“, 29.10.2026
  • Haskoning, „Nature-based coastal protection pilot for Pamarawan, Malolos City“, Datum nicht ausgewiesen
  • City Government of Malolos, „Innovation and Culture Shared as ASEAN-Netherlands Cross-Learning Workshop Delegates Visit the Coastal Area of Malolos“, Datum auf der Seite nicht ausgewiesen

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