PALAWAN – Die philippinische Küstenwache Philippine Coast Guard (PCG) hat am 25. Oktober ein ausländisches Fischereischiff aus dem Seegebiet unmittelbar vor Pag-asa Island in der West Philippine Sea eskortiert. – klajoo.com – Nach ihrer am Montag veröffentlichten Erklärung lag das Schiff zunächst rund 2,7 Seemeilen westlich der bewohnten Insel nahe Sandy Cay. Von Pag-asa aus seien zunächst Funkwarnungen ausgesprochen worden; später näherte sich ein philippinisches Schnellboot.
Die Besatzung des High-Speed Response Boat HSRB-019 forderte das fremde Schiff über Lautsprecher auf, das Seegebiet zu verlassen. Anschließend begleitete sie es nach eigenen Angaben auf Abstand, bis es die zwölf Seemeilen umfassende Zone um die Insel verlassen hatte. Der Einsatz endete ohne gemeldeten Zwischenfall. Die PCG nannte in ihrer offiziellen Darstellung die Nationalität des zurückgewiesenen Schiffs nicht; sie lässt sich aus der bloßen Anwesenheit chinesischer Behördenfahrzeuge nicht ableiten.
Während der Aktion folgten das chinesische Küstenwachschiff 21581 und zwei kleinere Boote dem philippinischen Einsatzfahrzeug und beobachteten seine Maßnahmen. Nach Darstellung der PCG kam es dabei nicht zu einer Behinderung. Auch daraus folgt weder eine Zustimmung Chinas zur philippinischen Rechtsauffassung noch eine unmittelbare Eskalation; es dokumentiert zunächst die gleichzeitige Präsenz beider Küstenwachen.
Der Einsatz war nach Zählung der PCG bereits der siebte innerhalb von weniger als vier Wochen, bei dem ausländische Fahrzeuge aus dem Kalayaan-Archipel zurückgewiesen wurden. Das deutet auf eine erhöhte Frequenz philippinischer Kontrollen hin. Für die Bewertung ist rechtlich genau zwischen einem Territorialmeer, der ausschließlichen Wirtschaftszone und umstrittenen Hoheitsansprüchen zu unterscheiden. Die PCG bezeichnet die Gewässer um Pag-asa als philippinisches Territorialmeer; Chinas umfassendere Ansprüche werden von Manila zurückgewiesen.
Die nächste überprüfbare Entwicklung ist deshalb nicht allein ein weiteres Foto von Schiffen, sondern ob sich aus diesen wiederkehrenden Begegnungen neue Regeln, Zwischenfälle oder eine veränderte Polizeipraxis ergeben. Für die Fischerei kommt hinzu, dass die Durchsetzung von Fangregeln auch auf See verlässliche Identifikationen und nachvollziehbare Einsatzberichte voraussetzt. – RM
Quellen:
- Philippine Coast Guard via Philippine Information Agency: PCG repels foreign fishing vessel from territorial sea of Pag-asa Island (26 October 2026)
- SunStar: PCG repels fishing vessel from Pag-Asa Island (26 October 2026)







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