MANILA – Das philippinische Präsidialamt führt das digitale Bezahlkartensystem der staatlichen Land Bank of the Philippines (LANDBANK) für bestimmte dienstliche Beschaffungen ein. – klajoo.com Die Vereinbarung mit der Bank wurde bereits am 29. September 2026 in Malacañang unterzeichnet. Bekanntgegeben wurde die Zusammenarbeit in einer Mitteilung vom 23. Oktober. Es handelt sich deshalb weder um eine Entscheidung vom Freitag noch um die landesweite erstmalige Einführung der Technik.
Das sogenannte Government Purchase Card Program basiert auf Visa-Karten, die nur an berechtigte Beschäftigte ausgegeben werden sollen. Zulässige dienstliche Ausgaben können damit direkt bezahlt und digital dokumentiert werden. Vorgesehen sind festgelegte Ausgabenobergrenzen und Einschränkungen, bei welchen Händlern eingekauft werden darf. Genehmigungen, Belege und die spätere Abstimmung der Zahlungsvorgänge sollen über ein elektronisches Ausgabenmanagement erfasst werden.
Das Präsidialamt will damit Bargeldvorschüsse, Schecks und aufwendige manuelle Abrechnungen teilweise ersetzen. Das Prinzip ist nicht mit einer unbegrenzten Kreditkarte für Beamte zu verwechseln: Welche Zahlungen erlaubt sind und welche Höchstbeträge gelten, bestimmt nach Angaben der Bank die jeweils zuständige Behörde. Die Karten sind für amtliche Zwecke gedacht und ersetzen nicht die gesetzlichen Vorgaben für die Auswahl von Lieferanten und die Vergabe öffentlicher Aufträge.
Das System wurde bereits vor der jetzt gemeldeten Vereinbarung eingeführt. LANDBANK und Visa stellten die Bezahlkarten im Juli vor; die erste Ausgabe erfolgte beim Bureau of the Treasury mit seinen 16 Regionalbüros. Die Beschaffungsstelle des Haushaltsministeriums hatte ihrerseits schon im April eine Vereinbarung zur Einführung geschlossen. Neu ist jetzt die Einbindung der für Verwaltungs- und Unterstützungsaufgaben zuständigen Stellen im Präsidialamt.
Die entscheidende Frage ist, ob digitale Zahlungsdaten anschließend tatsächlich für Kontrollen genutzt werden. Eine elektronische Transaktionsspur kann helfen, ungewöhnliche Ausgaben, doppelte Belege oder unzulässige Einkäufe schneller aufzudecken. Sie verhindert aber nicht automatisch überteuerte Lieferungen, manipulierte Ausschreibungen oder Absprachen mit Unternehmen. Solche Vorgänge müssen weiterhin durch interne Kontrollen und unabhängige Prüfstellen untersucht werden.
In der Vergangenheit lag der Schwerpunkt der Beschaffungsaufsicht häufig auf der formalen Dokumentation. Das neue Verfahren könnte die laufende Überwachung verbessern, wenn Berechtigungen, Höchstbeträge, Händlerkategorien und die Prüfung der Rechnungen konsequent umgesetzt werden. Wie viele Stellen des Präsidialamts die Karten bereits tatsächlich einsetzen und welche konkreten Betragsgrenzen dort gelten, geht aus der Bekanntmachung noch nicht hervor. – RM
Quellen:
- LANDBANK / Philippine Information Agency – Office of the President, LANDBANK partner to advance digital government procurement with
- Visa, 23.10.2026
- GMA News – LandBank, Visa launch gov’t purchase cards to digitize public spending, 21.07.2026
- Procurement Service–DBM – PS-DBM enters into MOA with LANDBANK on the adoption of GPC, 21.04.2026







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