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Mehr als jede fünfte philippinische Familie berichtet von Hunger

MANILA – In den Philippinen haben nach einer neuen Erhebung der Social Weather Stations (SWS) 22,6 Prozent der Familien in den vergangenen drei Monaten mindestens einmal unfreiwillig Hunger gelitten und nichts zu essen gehabt. – klajoo.com – Der am 14. Oktober veröffentlichte Wert stammt aus Interviews vom 21. bis 27. September 2026. Im Juni lag der Anteil bei 20,3 Prozent. Die Zunahme um 2,3 Prozentpunkte ist angesichts der statistischen Fehlermarge nicht mit einer punktgenauen Veränderung gleichzusetzen.

Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung beim schweren Hunger. 6,4 Prozent der Familien berichteten, dass sie in den drei Monaten häufig oder ständig hungrig gewesen seien, gegenüber 4,5 Prozent im Juni. Weitere 16,2 Prozent gaben an, nur einmal oder einige Male Hunger erlebt zu haben. Die Unterscheidung ist wichtig: SWS fragt nicht lediglich nach gestiegenen Lebensmittelpreisen oder subjektiven Sorgen, sondern nach konkret erlebtem Mangel an Nahrung.

Regional zeigen sich erhebliche Unterschiede. In Metro Manila wurden 27,0 Prozent ermittelt, im übrigen Luzon 23,6 Prozent, auf Mindanao 23,7 Prozent und auf den Visayas 16,0 Prozent. Gegenüber Juni stieg die Quote in Metro Manila und im übrigen Luzon deutlich, während sie auf den Visayas zurückging und auf Mindanao nahezu unverändert blieb. Die regionalen Stichproben unterliegen allerdings größeren Unsicherheiten als der landesweite Wert.

Die Ergebnisse ergänzen die ebenfalls jüngst veröffentlichte SWS-Erhebung zur subjektiven Armut. Dort bezeichneten sich 55 Prozent der Familien als arm, 44 Prozent empfanden sich mit Blick auf ihre Lebensmittelversorgung als arm. Das sind drei verschiedene Messgrößen: Selbsteingeschätzte Armut, mangelnde Ernährungsmöglichkeiten und tatsächlich erlebter Hunger dürfen nicht miteinander gleichgesetzt oder addiert werden.

SWS befragte landesweit 1.500 Erwachsene persönlich; die angegebene Fehlermarge beträgt national etwa drei Prozentpunkte und in mehreren Regionen rund sechs Prozentpunkte. Unabhängig von der statistischen Einordnung zeigen die Angaben einen weit verbreiteten Versorgungsdruck. Welche Rolle Preise, Löhne, Ernteausfälle oder staatliche Hilfen spielen, lässt sich aus der Umfrage allein nicht kausal bestimmen. – RM

Quellen:

  • Social Weather Stations – SOCIAL WEATHER REPORT | Hunger rises to 22.6% in September 2026 from 20.3% in June 2026, 14.10.2026
  • GMA News Online – More Filipino families experienced hunger in 3Q of 2026 — SWS report, 14.10.2026

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