SAMAR – Die Zahl der gemeldeten Dengueerkrankungen geht auf den Philippinen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt zurück. – klajoo.com – Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden vom 4. Januar bis zum 7. Oktober 2026 landesweit 192.112 Fälle registriert. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 254.137 gewesen. Das entspricht einem Rückgang um etwa 24 Prozent. Die landesweiten Zahlen verbergen jedoch erhebliche regionale Unterschiede.
Ein besonders auffälliges Beispiel ist Northern Samar in der Region Eastern Visayas. Dort meldeten die Provinzbehörden für 2026 bislang 966 Fälle nach 447 im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das ist mehr als eine Verdoppelung. Zu den betroffenen Gemeinden gehören unter anderem Catarman, Allen und Lavezares. Die unterschiedlichen Angaben zeigen, weshalb nationale Mittelwerte nicht ausreichen, um die Gesundheitslage einer einzelnen Region zu beurteilen.
Das Gesundheitsministerium führte 13 Provinzen oder selbstständige Großstädte auf, in denen die Fallzahlen zuletzt lokal anstiegen. Dazu gehören unter anderem Aurora, Bohol, Lapu-Lapu City, Zamboanga City, South Cotabato, Basilan und Sulu. Landesweit lagen die Fallzahlen nach Angaben des Ministeriums zwar unter den maßgeblichen Warn- und Epidemieschwellen; seit Juni wurde aber eine grundsätzlich steigende Tendenz innerhalb des Jahres beobachtet.
Auch die Zahl der gemeldeten denguebedingten Todesfälle ging laut Ministerium im Vorjahresvergleich um etwa 23 Prozent zurück. Die Fallsterblichkeit wurde mit 0,39 Prozent angegeben. Diese Rate bezieht sich auf die erfassten Fälle und kann durch Meldeverhalten, Diagnosemöglichkeiten und den Zugang zur medizinischen Versorgung beeinflusst werden.
Northern Samar kündigte als Reaktion auf die Entwicklung mehrere Maßnahmen an: intensivere Bekämpfung von Mückenbrutstätten, mehr Beteiligung der Gemeinden, Aufklärung sowie bessere Erfassung und Meldung der Erkrankungen. Für die Prävention ist wichtig, stehendes Wasser in offenen Behältern, Reifen und anderen möglichen Brutstätten zu beseitigen. Bei entsprechenden Symptomen sollte frühzeitig medizinische Hilfe gesucht werden.
Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen den hohen Fallzahlen in Northern Samar und den El-Niño-Bedingungen ist mit den bisherigen Angaben nicht belegt. Wetter und Wasserlagerung können die Lebensbedingungen der Überträgermücken beeinflussen, doch konkrete regionale Ursachen müssten epidemiologisch untersucht werden. Die Provinz ist deshalb zugleich ein Beispiel dafür, warum örtliche Gesundheitsdaten auch in Zeiten rückläufiger nationaler Zahlen beobachtet werden sollten. – RM
Quellen:
- Philippine News Agency – Dengue cases down 24%; 13 areas flagged for localized increases, 13.10.2026
- Philippine News Agency – N. Samar eyes 5 measures as dengue cases rise twofold, 13.10.2026







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