MANILA – Mehrere philippinische Trucker- und Hafengruppen haben am 6. Oktober einen dreitägigen Arbeits- beziehungsweise Transportprotest begonnen. Sie wollen damit auf anhaltende Probleme rund um die Häfen von Manila aufmerksam machen. – klajoo.com – Genannt werden vor allem lange Wartezeiten bei der Rückgabe leerer Container, hohe und uneinheitliche Gebühren der Reedereien, Fahrermangel, Truck-Bans, Versicherungsfragen und Probleme bei Terminalbuchungen.
Die Beteiligung ist allerdings nicht einheitlich. Die Alliance of Concerned Truck Owners and Organizations (ACTOO), die nach eigenen Angaben rund 60 Prozent der hafenbezogenen Trucker vertritt, beteiligt sich nicht an dem Stillstand und setzt stattdessen auf Gespräche mit Regierung, Reedereien und Hafenbetreibern.
Verbraucherorganisationen warnen, dass längere Unterbrechungen bei der Abfertigung von Lastwagen die Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten, Treibstoff und anderen Gütern beeinträchtigen könnten. Sie erkennen die Probleme der Branche zwar an, lehnen aber einen Stillstand des Warenverkehrs als Druckmittel ab.
Für die wirtschaftliche Bewertung ist deshalb entscheidend, wie groß die tatsächliche Teilnahme bleibt und ob sich der Protest in den kommenden Tagen messbar auf Containerumschlag, Lieferzeiten und Preise auswirkt. Ein angekündigter oder teilweise durchgeführter „Port Holiday“ ist noch nicht automatisch mit einem Stillstand der Häfen gleichzusetzen. – RM
Quellen:
- ABS-CBN News: Truckers launch 3-day transport holiday to urge gov’t to address woes
- GMA News: Consumer groups warn vs Manila ‘port holiday’
- Philstar: Truck operators suspend trips Oct. 6, citing issues ‘worse’ than during pandemic







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