LUZON – Die Provinz Camarines Norte hat wegen einer sich verschärfenden Wasserkrise und der Auswirkungen von El Niño den Katastrophenzustand ausgerufen. – klajoo.com – Die Provinzregierung begründet den Schritt mit Wasserknappheit, Problemen bei Hygiene und Grundversorgung sowie zunehmenden Folgen für Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion und Lebensgrundlagen.
Zuvor hatten bereits die Gemeinden San Vicente und San Lorenzo Ruiz wegen Wassermangels den Katastrophenzustand erklärt. In San Vicente waren nach Behördenangaben 1.312 Familien mit insgesamt 5.904 Menschen in mehreren Barangays betroffen. San Lorenzo Ruiz erklärte den örtlichen Katastrophenzustand bereits am 10. September wegen eines weit verbreiteten Mangels an Trinkwasser.

Besonders deutlich wird die Lage in der Landwirtschaft. Das Provincial Agriculturist Office meldete, dass in der laufenden Saison bislang nur 29 Prozent der Reis-Anbaufläche der Provinz bestellt werden konnten. Auch das Department of Environment and Natural Resources sowie die National Irrigation Administration bestätigten anhaltend niedrige Wasserstände, die Bewässerung und Produktion weiter beeinträchtigen können.
Mit dem provinzweiten Katastrophenzustand können verfügbare Mittel und Programme schneller für unmittelbare Maßnahmen eingesetzt und zwischen den Behörden koordiniert werden. Dazu gehören neben der Wasserversorgung auch Lebensmittel- und Agrarhilfen für betroffene Landwirte sowie Maßnahmen für Gesundheit und Hygiene.
Der Fall zeigt zugleich, wie aus den seit Wochen diskutierten El-Niño-Prognosen konkrete lokale Versorgungsprobleme werden. Entscheidend wird nun sein, ob weitere Provinzen ähnliche Engpässe melden und wie stark sich die geringe Aussaatfläche später auf die Reisproduktion in Camarines Norte auswirkt. – RM
Quellen:
- Philippine News Agency: CamNorte under state of calamity due to water crisis, El Niño







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