MANILA – Quezon City hat bis zum 9. September 812 Leptospirosefälle registriert. Das sind nach Angaben der städtischen Epidemiologie- und Überwachungsabteilung rund 40 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. – klajoo.com – Seit Kalenderwoche 34, also ungefähr seit Mitte August, liegt die Zahl der Erkrankungen über der für diese Jahreszeit erwarteten Epidemieschwelle.
Auffällig ist die Entwicklung bei den Todesfällen. Trotz der deutlich höheren Fallzahl wurden bislang 48 Todesfälle registriert, gegenüber 97 im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Damit hat sich die Zahl der Todesfälle nahezu halbiert. Aus den veröffentlichten Daten allein lässt sich allerdings nicht sicher ableiten, warum die Sterblichkeit gesunken ist. Früheres Aufsuchen medizinischer Hilfe, bessere Behandlung oder eine veränderte Erfassung wären mögliche Erklärungen, sind aber bislang nicht belegt.
Die Stadt führt den starken Anstieg der Erkrankungen vor allem auf die wiederholten Überschwemmungen während des Südwestmonsuns zurück. Leptospiren können über mit Urin infizierter Tiere verunreinigtes Wasser in den Körper gelangen, insbesondere über kleine Hautverletzungen oder Schleimhäute. Nach Überschwemmungen steigt deshalb das Risiko für Menschen, die durch stehendes oder verschmutztes Wasser waten.
Die Quezon-City-Zahlen passen in die bereits beobachtete Belastung der Krankenhäuser in Metro Manila, liefern aber einen zusätzlichen regionalen Befund: Die Epidemieschwelle wird nicht nur punktuell überschritten, sondern bereits seit mehreren Wochen.
Gleichzeitig zeigt die Entwicklung der Todesfälle, dass eine steigende Zahl diagnostizierter Erkrankungen nicht automatisch mit einer proportional steigenden Zahl tödlicher Verläufe einhergeht. – RM
Quellen:
- Philippine News Agency – QC leptospirosis cases hit 812, deaths down by nearly half (10.09.2026)







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