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Cebu City startet Busking-Programm – Straßenkunst bekommt feste Plätze

CEBU – Cebu City hat sein Busking-Programm für Straßenkünstler nun offiziell gestartet. Der Auftakt fand im Senior Citizens’ Park statt. Als weitere vorgesehene Auftrittsorte nennt die Stadt unter anderem Plaza Sugbu, Fuente Osmeña Circle, Freedom Park und Plaza Independencia.

Das Programm soll lokalen Musikern und anderen Straßenkünstlern feste öffentliche Räume geben, in denen sie auftreten können, ohne allein wegen freiwilliger Spenden als Bettler behandelt zu werden. Die Cebu City Police Office erklärte zum Start, sie werde die sichere Umsetzung des Programms unterstützen.

Auslöser war eine umstrittene Festnahme

Der unmittelbare politische Auslöser war die Festnahme eines 68-jährigen Mundharmonikaspielers im Mai. Mitarbeiter der Cebu City Anti-Mendicancy Office nahmen ihn fest, nachdem er in der Colon Street gespielt und kleine freiwillige Spenden angenommen hatte. Der Mann erklärte, er habe nicht gebettelt, sondern mit seiner Musik Geld für Lebensmittel verdienen wollen.

Die Festnahme löste erhebliche öffentliche Kritik aus und zwang die Stadtverwaltung zu einer grundsätzlicheren Klärung: Wann ist eine freiwillige Spende für eine Straßenaufführung noch Busking – und wann gilt sie rechtlich als Betteln?

Das Problem war älter als der konkrete Fall

Straßenmusik wurde in Cebu nicht erst nach der Festnahme zum Thema. Bereits 2024 wurde im Stadtrat über Regeln für Busker beraten. Inzwischen existiert mit City Ordinance No. 2776 eine eigene Buskers Ordinance, während City Ordinance No. 1631 aus dem Jahr 1996 weiterhin das Betteln in öffentlichen Bereichen regelt.

Genau diese beiden Regelwerke können sich in der Praxis überschneiden. Der Stadtrat hatte deshalb bereits im Juni eine gemeinsame Arbeitsgruppe gefordert, die Anti-Mendicancy-Regeln und Buskers Ordinance aufeinander abstimmen soll. Das jetzt offiziell gestartete Programm löst damit ein praktisches Problem, beseitigt aber nicht automatisch jede rechtliche Abgrenzungsfrage.

Mehr als nur ein Kulturprogramm

Für Cebu City ist das Programm deshalb auch eine Reaktion auf eine missglückte Behördenpraxis. Statt Straßenkünstler lediglich aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen, schafft die Stadt nun ausgewiesene Auftrittsorte. Gleichzeitig bleibt entscheidend, dass Polizei, Anti-Mendicancy Office und andere Stellen die Regeln künftig einheitlich anwenden.

Ob das funktioniert, wird sich daran zeigen, ob Künstler tatsächlich ohne unnötige Konflikte auftreten können und ob die Stadt zugleich dort einschreitet, wo es tatsächlich um organisiertes Betteln oder andere Verstöße geht. Das Busking-Programm ist damit weniger eine neue Attraktion als ein Versuch, Kulturförderung und bestehende Ordnungsvorschriften sauber voneinander zu trennen. – RM

Quellen:

  • The Freeman – City launches busking program
  • SunStar Cebu – Busker arrest prompts aid, review of rules
  • The Freeman – Council pushes for body to harmonize anti-mendicancy, buskers ordinances
  • SunStar Cebu – Ordinance

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