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Metro Manila plant 30 unterirdische Speicher gegen Hochwasser

MANILA – Die philippinische Regierung hat 30 mögliche Standorte für unterirdische Hochwasserspeicher in Metro Manila identifiziert. – klajoo.com – Genannt werden unter anderem der Raja Sulayman Park, der Rizal Memorial Sports Complex, Camp Aguinaldo und das Gelände der University of Santo Tomas.

Der Ausdruck klingt zunächst fast widersinnig: Hochwasser ist Wasser, das dort steht, wo es nicht stehen soll – und ausgerechnet dieses Wasser soll zusätzlich unter die Erde geleitet werden. Technisch steckt dahinter jedoch ein einfaches Prinzip. Die unterirdischen Anlagen sollen kein Hochwasser dauerhaft speichern, sondern bei extremem Regen für einige Stunden einen Teil des Abflusses aufnehmen und ihn später kontrolliert wieder abgeben.

Der Speicher soll nur die kritische Spitze abfangen

Bei Starkregen kann in kurzer Zeit mehr Wasser anfallen, als Kanäle, Pumpstationen und Flüsse gleichzeitig ableiten können. Ein Rückhaltebecken verschiebt einen Teil dieser Wassermenge zeitlich: Es nimmt während der stärksten Regenphase Wasser auf und entleert sich, wenn im Entwässerungssystem wieder Kapazität frei ist.

Unterirdische Speicher sind besonders für dicht bebaute Städte interessant, weil darüber weiterhin Parks, Sportflächen, Straßen oder andere Anlagen genutzt werden können. Vergleichbare Systeme werden international bereits eingesetzt.

Entscheidend ist nicht nur der Bau

Für Metro Manila wird die Wartung mindestens ebenso wichtig wie die Größe der Betonbauwerke. Regenwasser transportiert Schlamm, Sand, Plastik, Blätter und andere Ablagerungen. Werden solche Stoffe nicht vor dem Speicher abgefangen und regelmäßig entfernt, sinkt mit der Zeit das nutzbare Volumen.

Auch die Entleerung muss zuverlässig funktionieren. Pumpen, Stromversorgung, Rückschlagklappen, Sensoren und Notüberläufe werden zu kritischen Teilen des Hochwasserschutzes. Ein Speicher, der nach einem Starkregen nicht rechtzeitig geleert wird, steht beim nächsten Ereignis nur eingeschränkt zur Verfügung.

30 Standorte sind noch keine 30 Bauprojekte

Präsident Ferdinand Marcos Jr. erklärte, dass die Regierung derzeit mit den zuständigen Einrichtungen und Grundstücksverwaltern über die möglichen Standorte spricht. Detaillierte technische Untersuchungen sollen folgen.

Damit ist noch nicht entschieden, dass tatsächlich an allen 30 Standorten gebaut wird. Offen sind unter anderem Speichervolumen, Baukosten, Grundwasserverhältnisse, vorhandene Leitungen im Untergrund, Pumpkapazitäten und die Frage, wohin das Wasser nach dem Starkregen abgeführt werden kann.

Die unterirdischen Speicher können daher ein sinnvoller zusätzlicher Baustein sein, sind aber kein Ersatz für freie Wasserwege, funktionierende Pumpstationen, ausreichend dimensionierte Kanäle und eine dauerhafte Wartung des gesamten Entwässerungssystems. – RM

Quellen:

  • Philippine Information Agency: „PBBM cites flood-control gains, pushes underground water storage as long-term solution“
  • U.S. Environmental Protection Agency: „Storm Water Technology Fact Sheet – On-Site Underground Retention/Detention“
  • Hong Kong Drainage Services Department: Happy Valley Underground Stormwater Storage Scheme

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