MANILA – Das sich verstärkende El Niño Phänomen schürt weltweit Angst, und für die Philippinen bedeutet es in der Regel weniger Regen. – klajoo.com – Doch anhaltende und heftige Regenfälle haben in mehreren Gebieten von Luzon, darunter auch in Metro Manila, massive Überschwemmungen ausgelöst. Warum?
Laut der Philippine Atmospheric, Geophysical and Astronomical Services Administration (PAGASA) ist die einfache Antwort: “Habagat-Saison.”
“Wenn El Niño während der Südwestmonsunzeit auftritt, trägt er zur Verstärkung des Südwestmonsuns bei, was zu stärkeren Niederschlägen führt”, sagte Ana Solmoro-Solis, Leiterin der Klimaüberwachungs- und Vorhersageeinheit der PAGASA, in einem Interview mit GMA News.
Solmoro-Solis sagte, der Südwestmonsun oder Habagat werde das philippinische Wetter bis Oktober beeinflussen.
El Niño könnte sich jedoch bis 2027 fortsetzen. Was passiert dann?
“Es wird deutlich weniger regnen, und die Temperaturen werden hoch sein, daher wird die Verdunstungsrate hoch sein… Normalerweise könnte dies zu Trockenperioden führen”, erklärte Solmoro-Solis.
Sollte El Niño anhalten, sagte sie, könne es zu einer anhaltenden Dürre kommen, die Landwirtschaft, Bewässerung, Staudämme und Wassersysteme stark beeinträchtigen könnte.
“Sollte sich die Lage verschlimmern, droht uns eine sozioökonomische Krise”, fügte Solmoro-Solis hinzu.
Laut PAGASA könnte sogar die Wasserversorgung des Landes darunter leiden, insbesondere in Metro Manila, das stark vom Angat-Staudamm abhängig ist.
“Wir wissen, dass der Wasserstand im Angat-Staudamm trotz der Zufuhr durch die Monsunregen bereits niedrig ist…Wir müssen Wasser sparen, denn die Wasserversorgung könnte beeinträchtigt werden, wenn El Niño anhält”, betonte Solmoro-Solis.
“Dies werde sich insbesondere im Zeitraum von Februar bis April bemerkbar machen, der üblicherweise durch geringe bis gar keine Niederschläge gekennzeichnet ist”, fügte sie hinzu.
Schwacher bis mäßiger El Niño jetzt
Solmoro-Solis erklärte, El Niño werde derzeit als schwach bis moderat eingestuft. Das bedeute aber nicht, dass man seine Auswirkungen ignorieren könne.
“Die Gefahr möglicher Taifune und Supertaifune bleibt bestehen und könnte den Südwestmonsun weiter verstärken und so mehr Regen bringen”, fügte sie hinzu.
Die Vereinten Nationen erklärten, das sich verstärkende El Niño Phänomen trage zusätzlich zum bereits bestehenden Brandzustand des Planeten bei.
Da El Niño weiter an Stärke gewinnt, warnte das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen zudem, dass ab September weltweit fast 50 Millionen weitere Menschen von akutem Hunger betroffen sein könnten. – GMA News/KR







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