CEBU – Mandaue City in Cebu will digitale Systeme, wissenschaftliche Daten und neue Technologien stärker für Verkehr, Katastrophenschutz, Verwaltung und Umweltschutz einsetzen. – klajoo.com – Die Stadtregierung stellte gemeinsam mit dem Department of Science and Technology ihre Smart Mandaue Roadmap vor. Mandaue soll damit zu einer der ersten umfassend intelligenten und nachhaltigen Städte in Central Visayas entwickelt werden.
Eine Smart City ist nicht lediglich eine Stadt mit vielen Apps, Kameras oder Bildschirmen. Entscheidend ist, ob Technik konkrete Probleme der Bewohner löst.
Für Mandaue gehört der Verkehr zu den wichtigsten Bereichen. Die Stadt liegt zwischen Cebu City und Lapu-Lapu City und ist Teil des dicht besiedelten Großraums Metro Cebu.
Täglich passieren Pendler, Lieferfahrzeuge und öffentlicher Nahverkehr wichtige Straßen und Brücken. Staus verursachen Zeitverluste, Luftverschmutzung und höhere Transportkosten.
Verkehrssensoren, digitale Ampelsteuerung und anonymisierte Bewegungsdaten könnten helfen, Ampelphasen an die tatsächliche Verkehrslage anzupassen.
Busse, moderne Jeepneys und andere öffentliche Verkehrsmittel könnten über ein gemeinsames Informationssystem besser koordiniert werden.
Digitale Anzeigen oder Apps könnten Fahrgästen zeigen, wann das nächste Fahrzeug kommt und welche Route aktuell schneller ist.
Technik allein beseitigt jedoch keinen Stau. Ohne verlässlichen öffentlichen Verkehr, sichere Gehwege und konsequente Verkehrsplanung würden digitale Systeme nur den bestehenden Fahrzeugstrom verwalten.
Ein zweiter Schwerpunkt ist der Katastrophenschutz. Mandaue ist durch Starkregen, Überschwemmungen, Taifune, Erdbeben und mögliche Industrieunfälle gefährdet.
Wasserstandssensoren in Flüssen und Entwässerungskanälen könnten frühzeitig vor Überschwemmungen warnen.
Niederschlagsdaten, Karten gefährdeter Gebiete und Informationen über verfügbare Evakuierungszentren könnten in einer gemeinsamen Leitstelle zusammengeführt werden.
Warnungen könnten gezielt an einzelne Barangays versandt werden, statt nur allgemeine Meldungen für die gesamte Stadt zu verbreiten.
Digitale Gebäudedaten könnten außerdem zeigen, welche Schulen, Krankenhäuser und Brücken nach einem Erdbeben zuerst überprüft werden müssen.
Auch die Abfallentsorgung lässt sich verbessern. Sensoren oder digitale Tourenplanung können anzeigen, welche Container geleert werden müssen und wie Müllfahrzeuge kürzere Strecken fahren.
Dabei darf Technik nicht von grundlegenden Problemen ablenken. Fehlende Mülltrennung, illegale Ablagerungen und unzureichende Verwertung werden nicht allein durch eine App gelöst.
Bei Umwelt- und Luftqualitätsmessungen können lokale Sensoren sichtbar machen, an welchen Straßen oder Industriegebieten Belastungen besonders hoch sind.
Solche Daten ermöglichen gezieltere Kontrollen und können langfristig Stadtplanung und Verkehrsführung beeinflussen.
Für Unternehmen kann eine digitalere Verwaltung Genehmigungen beschleunigen. Bauanträge, Geschäftslizenzen und Steuerzahlungen könnten stärker online bearbeitet werden.
Bewohner müssten weniger häufig persönlich im Rathaus erscheinen und könnten den Bearbeitungsstand digital verfolgen.
Ein transparentes System könnte außerdem sichtbar machen, welche Stelle einen Antrag bearbeitet und wie lange einzelne Schritte dauern.
Damit können persönliche Ermessensspielräume und damit auch Möglichkeiten für Bestechung reduziert werden. Digitalisierung verhindert Korruption jedoch nur, wenn Verfahren nachvollziehbar und Prüfungen unabhängig bleiben.
Auch Gesundheits- und Sozialdienste können profitieren. Barangay-Gesundheitsstationen könnten freie Termine, Impfstoffe und Arzneimittelbestände besser koordinieren.
Sozialprogramme könnten mithilfe aktueller Daten Haushalte schneller identifizieren, die nach einer Katastrophe Unterstützung benötigen.
Dabei ist Datenschutz entscheidend. Eine Smart City sammelt große Mengen an Verkehrs-, Gesundheits-, Verwaltungs- und möglicherweise Standortdaten.
Die Stadt muss festlegen, welche Informationen wirklich benötigt werden, wie lange sie gespeichert werden und wer darauf zugreifen darf.
Gesichtserkennung und flächendeckende Überwachung dürfen nicht unkritisch als Sicherheitslösung eingeführt werden.
Ebenso wichtig ist der Zugang für Menschen ohne Smartphone, Internet oder digitale Kenntnisse. Analoge Anlaufstellen müssen erhalten bleiben.
Eine intelligente Stadt ist nur dann besser, wenn ihre Systeme auch älteren, ärmeren und behinderten Menschen dienen.
Für Mandaue wird der Erfolg deshalb nicht an der Zahl neuer Geräte gemessen werden können. Entscheidend sind kürzere Fahrzeiten, weniger Überschwemmungsschäden, schnellere Behördengänge, zuverlässigere Abfallentsorgung und bessere Informationen für die Bevölkerung.
Die Roadmap bildet zunächst einen Plan. Für die Umsetzung werden konkrete Projekte, Finanzierung, Zuständigkeiten, Wartung und messbare Ziele benötigt. – Quelle: Department of Science and Technology; Stadtverwaltung Mandaue / RM







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