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Mindanao

Geretteter Philippinenadler stirbt während der Rehabilitation

MINDANAO – Der Anfang Juli in Bukidnon gerettete Philippinenadler Sawaga-Dalwangan ist im Philippine Eagle Center in Davao City gestorben. – klajoo.com – Das junge weibliche Tier hatte während der Rehabilitation plötzlich Krampfanfälle erlitten.

Bei ersten Untersuchungen wurden Veränderungen an Herz, Leber und Magen festgestellt. Eine endgültige Todesursache steht noch nicht fest. Gewebeproben sollen weitere Hinweise liefern.

Der Adler war gerettet worden, nachdem er von einer größeren Gruppe Makaken angegriffen worden war. Solche Angriffe können insbesondere junge, geschwächte oder am Boden befindliche Greifvögel gefährden.

Der Tod ist für den Artenschutz besonders schwerwiegend. Der Philippinenadler gehört zu den seltensten und am stärksten bedrohten Greifvögeln der Welt. Die Art kommt ausschließlich auf den Philippinen vor. Bedeutende Bestände leben auf Mindanao, weitere auf Luzon, Samar und Leyte.

Wie viele Philippinenadler tatsächlich noch existieren, lässt sich nur schätzen. Häufig werden weniger als 400 Brutpaare genannt. Die Gesamtzahl aller Tiere einschließlich Jungvögeln ist entsprechend höher, bleibt aber sehr klein.

Philippinenadler benötigen große zusammenhängende Waldgebiete. Ein Brutpaar beansprucht ein umfangreiches Revier, in dem ausreichend Beutetiere und geeignete hohe Nistbäume vorhanden sein müssen. Die Zerstörung und Zerschneidung der Wälder ist deshalb die größte langfristige Bedrohung. Straßen, Landwirtschaft, Holzeinschlag, Bergbau und Siedlungen verkleinern den verfügbaren Lebensraum. Hinzu kommen Jagd und direkte Verfolgung. Obwohl die Tiere gesetzlich streng geschützt sind, werden immer wieder Adler angeschossen oder gefangen.

Auch Stromleitungen, Verletzungen, Krankheiten und Konflikte mit Menschen gefährden einzelne Tiere.

Der langsame Fortpflanzungszyklus erschwert die Erholung der Art. Ein Paar zieht in der Regel nur ein Jungtier auf und benötigt lange Zeit bis zur nächsten erfolgreichen Brut. Dadurch wiegt der Verlust eines jungen Weibchens besonders schwer. Jedes geschlechtsreife oder künftig fortpflanzungsfähige Tier kann für die langfristige Stabilität der Population wichtig sein.

Die Philippine Eagle Foundation betreibt neben Schutzprojekten in den Wäldern auch ein Zucht- und Rehabilitationsprogramm. Verletzte Adler werden medizinisch versorgt und, wenn möglich, wieder ausgewildert. Nicht jedes gerettete Tier kann dauerhaft freigelassen werden. Manche Verletzungen oder Krankheiten verhindern eine Rückkehr in die Wildnis.

Die Stiftung arbeitet außerdem mit lokalen Gemeinden und indigenen Gruppen zusammen. Der Schutz einzelner Nester funktioniert häufig nur, wenn Bewohner der Umgebung in Überwachung und Lebensraumschutz einbezogen werden.

Die Lage auf Mindanao ist für die Art entscheidend. Dort befindet sich der größte noch zusammenhängende Lebensraum und zugleich das Philippine Eagle Center.

Der Tod von Sawaga-Dalwangan zeigt, dass eine erfolgreiche Rettung allein nicht genügt. Verletzungen, Stress und nicht sofort erkennbare innere Schäden können auch während einer scheinbar stabilen Rehabilitation tödlich werden.

Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen helfen, künftige Fälle besser zu behandeln. – Quelle: Philippine Eagle Foundation; DENR; Philippine Star / RM

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