PANAY – Die National Food Authority hat in Dumangas in der Provinz Iloilo die erste von 36 geplanten modernen Nachernteanlagen für Reis eröffnet. – klajoo.com – Das Projekt soll Verluste nach der Ernte verringern und die staatliche Beschaffung und Lagerung von Reis verbessern.
Die Anlage kann frisch geerntetes Palay trocknen, verarbeiten und unter kontrollierten Bedingungen lagern. Palay ist ungeschälter Reis, bei dem die Körner noch von ihrer festen äußeren Hülle umgeben sind.
Nach der Ernte enthält Palay häufig zu viel Feuchtigkeit, um es sicher über längere Zeit zu lagern. Wird der Reis nicht schnell und gleichmäßig getrocknet, können Schimmel, Schädlingsbefall, Verfärbungen und Qualitätsverluste entstehen. Zu starkes oder ungleichmäßiges Trocknen kann wiederum dazu führen, dass die Körner beim späteren Schälen und Mahlen brechen.
Viele Kleinbauern verfügen nicht über eigene mechanische Trockner. Bei geeignetem Wetter wird Palay deshalb traditionell auf Straßen, Plätzen oder Planen in der Sonne ausgebreitet. Diese Methode ist arbeitsintensiv und stark vom Wetter abhängig. Regen kann eine bereits weit fortgeschrittene Trocknung innerhalb kurzer Zeit zurückwerfen.
Fehlende Lagerkapazitäten setzen Bauern außerdem unter Verkaufsdruck. Wer den frisch geernteten Reis nicht selbst trocknen oder lagern kann, muss ihn häufig unmittelbar nach der Ernte an Händler verkaufen. Zu diesem Zeitpunkt ist das Angebot besonders hoch, während die Preise häufig niedriger liegen.
Die neue Anlage soll der National Food Authority ermöglichen, größere Mengen Palay direkt von registrierten Bauern zu übernehmen. Anschließend kann der Reis getrocknet, gemahlen und für die staatliche Reisreserve eingelagert werden.
Die NFA ist heute vor allem für die Anlage und Verwaltung staatlicher Vorräte zuständig. Sie soll ausreichend Reis für Katastrophenhilfe und andere staatliche Versorgungsaufgaben bereithalten. Ihre frühere umfassende Rolle bei Importen und der allgemeinen Preisregulierung wurde durch die Reform des Reismarktes deutlich eingeschränkt.
Die 36 geplanten Einrichtungen gehören zu einem landesweiten Modernisierungsprogramm. Sie sollen besonders in bedeutenden Anbaugebieten entstehen und Trockner, Mühlen, Silos, Lagerhäuser und weitere Technik miteinander verbinden.
Von den Anlagen können Bauern profitieren, wenn sie dadurch bessere Abnahmemöglichkeiten erhalten und weniger Ernte verloren geht. Eine automatische Garantie für höhere Erzeugerpreise besteht jedoch nicht. Dafür sind auch die staatlichen Ankaufspreise, die Qualitätsanforderungen, Transportwege und die tatsächlich verfügbare Ankaufmenge entscheidend.
Ebenso führt eine neue Anlage nicht unmittelbar zu niedrigeren Ladenpreisen für Reis. Zwischen dem Palay auf dem Feld und dem verkaufsfertigen Reis liegen Trocknung, Transport, Mahlen, Lagerung, Handel und Einzelhandel. Jede Stufe verursacht Kosten.
Langfristig kann eine bessere Nachernteinfrastruktur jedoch dazu beitragen, die inländische Reisproduktion effizienter zu nutzen. Sie verringert vermeidbare Verluste und verbessert die Fähigkeit des Staates, in ertragreichen Zeiten Vorräte für spätere Engpässe aufzubauen. – Quelle: National Food Authority / RM







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