MINDANAO – Nach schweren Regenfällen im Zusammenhang mit Taifun Inday und dem verstärkten Südwestmonsun sind in Mindanao mehrere Menschen bei Erdrutschen ums Leben gekommen. – klajoo.com – Besonders betroffen sind nach bisherigen Berichten Gebiete in Sarangani und Lanao del Sur.
Die Philippine News Agency meldete zehn Tote nach einem Erdrutsch in einem landwirtschaftlich geprägten Dorf in Malapatan in der Provinz Sarangani. Der Erdrutsch ereignete sich demnach vor Tagesanbruch am Freitag. Nach Angaben lokaler Stellen wurden mehrere Menschen im Schlaf überrascht. Einige der Opfer sollen miteinander verwandt gewesen sein.
In Lanao del Sur meldete die Philippine News Agency fünf Tote, zwei Verletzte und sechs Vermisste nach einem weiteren Erdrutsch in Calanogas. Dort liefen Such-, Rettungs- und Bergungsarbeiten. Auch lokale Medien berichteten über Vermisste und laufende Einsätze.
Die genauen Opferzahlen konnten sich im Laufe des Tages weiter ändern. Bei Erdrutschen nach Starkregen werden Opfer häufig erst nach und nach gefunden, während Meldungen aus lokalen Katastrophenschutzstellen, Polizei, Provinzverwaltung und nationalen Behörden zeitversetzt zusammengeführt werden.
Die Regenfälle standen im Zusammenhang mit Taifun Inday, international Bavi, und dem dadurch verstärkten Habagat, dem Südwestmonsun. Auch wenn Inday nicht direkt über große Teile Mindanaos zog, kann ein Taifun durch die Verstärkung des Monsuns in weit entfernten Regionen heftige Regenfälle, Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen.
Besonders gefährdet sind Hanglagen, bereits aufgeweichte Böden, Flussnähe und Siedlungen unterhalb steiler Geländeabschnitte. In solchen Lagen kann auch nach dem Nachlassen des Regens weiter Gefahr bestehen, weil Böden gesättigt bleiben und Hänge verzögert abrutschen können.
Die Ereignisse zeigen erneut, dass bei Taifunlagen nicht nur der unmittelbare Sturmverlauf entscheidend ist. Auch durch den Monsun verstärkte Regenfälle können weit abseits des Zentrums schwere Folgen haben. Bewohner gefährdeter Gebiete sollten lokale Warnungen, Evakuierungsanordnungen und Hinweise der Katastrophenschutzbehörden strikt beachten.
Philippinische Behörden raten bei anhaltendem Starkregen dazu, unnötige Reisen zu vermeiden, Flussufer, Berghänge und bekannte Erdrutschzonen zu meiden und sich frühzeitig in sichere Bereiche zu begeben, wenn lokale Stellen Evakuierungen anordnen. – Quelle: PNA / RM







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