MANILA – Präsident Ferdinand Marcos Jr. wird vom 1. bis 4. Juli 2026 zu einem offiziellen Besuch nach Kanada reisen. – klajoo.com – Nach Angaben des Presidential Communications Office erfolgt die Reise auf Einladung des kanadischen Premierministers Mark Carney.
Im Mittelpunkt des Besuchs sollen strategische und wirtschaftliche Kooperationen stehen. Die philippinische Regierung nennt unter anderem Handel, Investitionen, Verteidigung, regionale Sicherheit, Energie, Landwirtschaft, kritische Mineralien, Bildung und die Zusammenarbeit im Bereich Arbeitskräfte als mögliche Themen.
Für die Philippinen ist der Besuch auch deshalb interessant, weil Kanada seine internationalen Partnerschaften derzeit breiter aufstellt. Hintergrund sind belastete Wirtschafts- und Handelsbeziehungen mit den USA sowie der kanadische Versuch, Abhängigkeiten vom US-Markt zu verringern und neue Partner in Asien, Europa und anderen Regionen stärker einzubinden.
Für Manila kann sich daraus zusätzlicher Spielraum ergeben. Die Philippinen suchen selbst nach stärkeren Partnern bei Handel, Investitionen, Energie, Bildung, Fachkräften und Sicherheit. Wenn Kanada seine Beziehungen außerhalb der USA ausbaut, können die Philippinen als demokratischer Partner im Indo-Pazifik an Bedeutung gewinnen.
Kanada ist für die Philippinen außerdem wegen der großen philippinischen Diaspora wichtig. Viele Filipinos leben, arbeiten oder studieren in Kanada. Arbeitsmigration, Anerkennung von Qualifikationen, Bildungspartnerschaften und wirtschaftliche Zusammenarbeit können deshalb auch für Familien auf den Philippinen praktische Folgen haben.
In Kanada lebt eine der größten philippinischen Gemeinschaften außerhalb Asiens. Beim Census 2021 gaben mehr als 957.000 Menschen in Kanada an, Filipino/Filipina zu sein; darunter waren rund 757.000 auf den Philippinen geborene Einwanderer.
Außenpolitisch fällt der Besuch in eine Phase, in der die Philippinen ihre Beziehungen zu Partnern außerhalb Südostasiens weiter ausbauen. Neben wirtschaftlichen Fragen spielen dabei zunehmend auch Sicherheit, Lieferketten, Energieversorgung und die Lage im Indo-Pazifik eine Rolle. – Quellen: PNA, Presidential Communications Office/RM







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