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Cebu

ASEAN-Staats- und Regierungschefs erneuern Aufruf zur “Selbstbeherrschung“ im Südchinesischen Meer

Cebu – Die Staats- und Regierungschefs der Vereinigung Südostasiatischer Nationen (ASEAN – Association of Southeast Asian Nations) erneuerten auf dem ASEAN-Gipfel 2026 ihren Aufruf zur “Selbstbeherrschung” bei Aktivitäten im umstrittenen Südchinesischen Meer. – klajoo.com – In der auf der Webseite ASEAN Philippines 2026 veröffentlichten Erklärung des Vorsitzenden erkannten die regionalen Führungskräfte die Bedeutung der Erhaltung des Südchinesischen Meeres als Region des Friedens, der Stabilität, des Wohlstands und der nachhaltigen Entwicklung an.

“Wir haben die Lage im Südchinesischen Meer erörtert und die Notwendigkeit bekräftigt, das gegenseitige Vertrauen zu stärken, bei Aktivitäten, die Streitigkeiten verkomplizieren oder eskalieren lassen und Frieden und Stabilität gefährden könnten, Zurückhaltung zu üben und Handlungen zu vermeiden, die die Situation weiter verkomplizieren könnten”, heißt es in der Erklärung.

Die Staats- und Regierungschefs unterstrichen außerdem die Notwendigkeit, Streitigkeiten friedlich und im Einklang mit dem Völkerrecht, einschließlich des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen von 1982 (UNCLOS – United Nations Convention on the Law of the Sea), beizulegen.

Sie betonten ebenso die Wichtigkeit der Wahrung von Frieden, Sicherheit, Stabilität und der Sicherheit von Seeleuten und Schiffen, die in den umstrittenen Gewässern unterwegs sind.

Die ASEAN-Staats- und Regierungschefs begrüßten auch die Fortschritte bei den laufenden Verhandlungen über einen Verhaltenskodex (COC – Council of Conduct) im Südchinesischen Meer.

“Wir haben die Notwendigkeit betont, ein Umfeld zu erhalten und zu fördern, das den Verhandlungen über das Verhaltenskodex förderlich ist, und begrüßten daher praktische Maßnahmen, die Spannungen und das Risiko von Unfällen, Missverständnissen und Fehlkalkulationen verringern könnten”, hieß es in der Erklärung weiter.

Der vorgeschlagene Verhaltenskodex zielt darauf ab, Regeln aufzustellen, die verhindern sollen, dass Streitigkeiten im Südchinesischen Meer zu einem bewaffneten Konflikt eskalieren, in den die Vereinigten Staaten, ein Vertragspartner der Philippinen, und andere Länder mit konkurrierenden Ansprüchen gegen China verwickelt sein könnten.

Die Verhandlungen über das COC sind jedoch immer wieder verzögert worden und dauern nun schon über ein Jahrzehnt an.

Ferdinand “Bongbong” Marcos Jr. erklärte am Freitag, die geplante Einrichtung eines ASEAN-Maritimen Zentrums auf den Philippinen sei nicht darauf ausgelegt, irgendein bestimmtes Land zu konfrontieren.

Marcos Jr. erklärte, die Verabschiedung einer Erklärung zur maritimen Zusammenarbeit zwischen den ASEAN-Staats- und Regierungschefs beinhalte auch den Vorschlag der Philippinen, das maritime Zentrum zu beherbergen. Dieses solle “als wichtige Plattform für die maritime Zusammenarbeit in Abstimmung mit relevanten ASEAN- und ASEAN-geführten Mechanismen dienen”. – KR

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