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Philippinischer Peso fiel auf ein neues Allzeittief von 60,55 Pesos per US-Dollar

Manila – Der philippinische Peso fiel am Freitag auf ein neues Rekordtief und beendete damit eine turbulente Woche. – klajoo.com – Die überraschende Entscheidung der Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP), die Zinserhöhungen vorerst auszusetzen, machte die Währung angesichts der Befürchtungen eines anhaltenden Krieges im Nahen Osten anfällig für einen starken US-Dollar.

Der Peso schloss am Freitag bei 60,55 und verlor damit 32 Centavos gegenüber dem Vortag.

Das bisherige Rekordtief von 60,30 vom 23. März wurde damit unterschritten.

Im Tagesverlauf erreichte der Peso ein Tief von 60,57, bevor er einen Teil der Verluste wieder wettmachen konnte.

Ein Händler erklärte, der Peso stehe weiterhin unter Druck, da die Gespräche zwischen den USA und dem Iran keine nennenswerten Anzeichen einer Deeskalation brächten.

Die BSP beließ ihren Leitzins am Donnerstag bei einer außerplanmäßigen Sitzung unverändert bei 4,25 Prozent.

Trotz des steigenden Inflationsdrucks durch den Nahostkonflikt verzichtete sie auf eine Straffung der Geldpolitik, um die fragile wirtschaftliche Erholung nach einem Korruptionsskandal nicht zu gefährden.

Der Währungsrat sollte ursprünglich erst am 23. April über die Zinssätze entscheiden.

Angesichts der Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten erklärte der BSP-Gouverneur Eli Remolona Jr., die überraschende Sitzung – und die daraus resultierende Entscheidung – diene dazu, die Märkte zu beruhigen.

“Obwohl die BSP bei ihrer regulären April-Sitzung möglicherweise eher gegen eine Zinssenkung war, betonte sie in der Pressekonferenz die Unsicherheit“, sagte ein Händler und fügte hinzu: “Das hat die Attraktivität der Landeswährung zusätzlich geschmälert.”

Die BSP erklärte, die Inflation könne in diesem Jahr die Zielspanne von 2 bis 4 Prozent überschreiten, da das Preiswachstum nun im Durchschnitt bei 5,1 Prozent liegt.

Remolona Jr. warnte jedoch davor, dass Zinserhöhungen zur Inflationsbekämpfung die Erholung der Wirtschaft vom Vertrauensschock infolge eines schweren Korruptionsskandals verzögern könnten.

Er räumte zudem ein, dass höhere Kreditkosten – üblicherweise zur Eindämmung der nachfragebedingten Inflation eingesetzt – die angebotsseitigen Preisschocks infolge des Iran-Konflikts kaum abfedern würden. – KR

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