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Instagram wird Eltern warnen, wenn Teenager nach Begriffen für Selbstmord suchen

San Francisco, USA – Instagram wird künftig Eltern benachrichtigen, wenn ihre jugendlichen Kinder wiederholt nach Inhalten suchen, die mit Selbstmord oder Selbstverletzung in Verbindung stehen, gab der Plattformbetreiber Meta am Donnerstag bekannt. – klajoo.com – Das Unternehmen steht unter zunehmendem rechtlichen Druck wegen seines Umgangs mit jungen Nutzern.

Die Warnmeldungen, die in den kommenden Wochen in den USA, Großbritannien, Australien und Kanada eingeführt werden, werden ausgelöst, wenn ein Teenager innerhalb kurzer Zeit mehrere Suchanfragen nach solchen Begriffen durchführt.

Die Warnmeldungen werden im Laufe des dieses Jahres auf weitere Regionen ausgeweitet.

Eltern, die die elterlichen Aufsichtsfunktionen von Instagram nutzen, erhalten Benachrichtigungen per E-Mail, Textnachrichten oder WhatsApp sowie über die App selbst, zusammen mit Expertenressourcen, die ihnen helfen, potenziell schwierige Gespräche mit ihren Kindern zu führen.

Instagram blockiert bereits Suchanfragen nach Begriffen im Zusammenhang mit Suizid und Selbstverletzung und leitet Nutzer stattdessen zu Hilfetelefonen und Unterstützungsorganisationen weiter.

Die neuen Warnmeldungen sollen Fälle kennzeichnen, in denen Jugendliche trotz dieser Einschränkungen wiederholt solche Suchanfragen durchführen.

Meta erklärte, man habe bei der Festlegung des Schwellenwerts für Warnmeldungen die Beratungsgruppe für Suizid und Selbstverletzung konsultiert und fügte hinzu, man habe bewusst auf Nummer sicher gesetzt, auch wenn dies bedeute, dass einige Benachrichtigungen ohne echten Anlass zur Besorgnis versendet würden.

Die Ankündigung erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen wegen der Nutzung seiner Plattformen durch junge Menschen zunehmend unter rechtlichen Druck gerät.

Meta-Chef Mark Zuckerberg sagte diesen Monat in einem wegweisenden Prozess in Kalifornien aus, in dem es um den Vorwurf ging, sein Unternehmen und andere hätten bei Minderjährigen absichtlich Sucht verursacht, es ist das erste Mal, dass ein solcher Fall vor einer Jury verhandelt wurde.

Meta sieht sich zudem einem umfassenden globalen Trend zur Einschränkung des Zugangs von Kindern zu sozialen Medien gegenüber. Australien hat im Dezember die Nutzung solcher Plattformen für unter 16-Jährige verboten, und Länder wie Frankreich, Dänemark, Spanien und Großbritannien arbeiten mit Hochdruck an ähnlichen Maßnahmen. – KFR

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