Manila – Laut dem Department of Health (DOH) ist das Land mit dem Nipah-Virus nicht unbekannt und darauf sowie auf andere Krankheiten ist man vorbereitet. – klajoo.com – In einer Stellungnahme am Mittwoch erklärte der DOH-Sprecher Albert Domingo, dass der Nipah-Virus 2014 in Sultan Kudarat aufgetreten sei, wo 17 Fälle gemeldet wurden.
“Die Symptome ähnelten einer Grippe, aber einige wiesen auch eine Hirnschwellung (Enzephalitis) und Meningitis auf. Diese Erkrankungen wurden durch den Verzehr von Pferdefleisch und den Kontakt mit einer erkrankten Person übertragen”, sagte er.
Er fügte außerdem hinzu, dass NiV nach 2014 im Land nicht mehr beobachtet wurde, das DOH hat die Krankheit aber weiterhin über das Epidemiologische Büro überwacht.
“Das DOH ist auf das Nipah-Virus und andere Krankheiten vorbereitet. Das ist für uns nichts Neues”, sagte Domingo.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO – World Health Organization) handelt es sich bei NiV um ein Zoonosevirus, das durch kontaminierte Lebensmittel oder zwischen Menschen übertragen werden kann.
In den Philippinen berichtete die WHO, dass einige Fledermausarten einem Risiko durch eine NiV-Infektion ausgesetzt seien.
Auch andere Tiere, wie Schweine und Pferde, können mit NiV infiziert werden.
Das Virus wurde erstmals 1999 in Malaysia und 2001 in Bangladesch nachgewiesen und kann verschiedene Krankheitsbilder hervorrufen, von asymptomatischen (subklinischen) Infektionen bis hin zu akuten Atemwegserkrankungen und tödlicher Enzephalitis sowie schweren Erkrankungen bei Tieren.
In Bangladesch werden seit 2001 fast jährlich Ausbrüche gemeldet, und die Krankheit wurde auch periodisch in Ostindien festgestellt.
“Es infiziert eine Vielzahl von Tieren und verursacht schwere Krankheiten und Todesfälle beim Menschen, weshalb es ein Problem für die öffentliche Gesundheit darstellt”, teilte die WHO mit.
Derzeit gibt es in Westbengalen, Indien, 5 bestätigte NiV-Fälle, und 100 enge Kontaktpersonen werden derzeit identifiziert und betreut.
Die häufigste Quelle für das NiV sind Fledermäuse, aber auch Haustiere können infiziert sein.
Infizierte Personen können anfänglich folgende Symptome aufweisen:
- Fieber
- Kopfschmerzen
- Muskelschmerzen
- Erbrechen
- Halsschmerzen
- Schwindel
- Schläfrigkeit
- Veränderter Bewusstseinszustand
- Neurologische Anzeichen einer akuten Enzephalitis
In schweren Fällen können Enzephalitis und Krampfanfälle auftreten, die innerhalb von 24 bis 48 Stunden zu einem Koma führen können.
Die Inkubationszeit von NiV beträgt 4 bis 14 Tage, kann sich aber auf bis zu 45 Tage verlängern.
“Die Sterblichkeitsrate wird auf 40 bis 75 Prozent geschätzt. Diese Rate kann je nach Ausbruch und den lokalen Möglichkeiten zur epidemiologischen Überwachung und klinischen Behandlung variieren”, berichtete die WHO.
Die Diagnose von NiV ist schwierig, da die ersten Symptome unspezifisch sind und die Diagnose meist durch Labortests und die Anamnese während der akuten und der Rekonvaleszenzphase der Krankheit gestellt wird.
Aktuell gibt es keine Behandlungsmöglichkeit für NiV.
“Die WHO hat Nipah als prioritäre Krankheit für den WHO-Forschungs- und Entwicklungsplan eingestuft. Intensive unterstützende Maßnahmen werden zur Behandlung schwerer respiratorischer und neurologischer Komplikationen empfohlen”, fügte die WHO hinzu.
Das DOH teilte mit, dass es das Land weiterhin vor dem Nipah-Virus überwacht und schützt.
Domingo sagte, dass das DOH unter dem Gesundheitsminister Teodoro Herbosa im Jahr 2023 aktualisierte Richtlinien für den Umgang mit dem Nipah-Virus veröffentlicht habe.
Die Richtlinien enthielten umfangreiche Überlegungen zur biologischen Sicherheit bei der Probenentnahme, -prüfung und -diagnose.
Domingo riet der Öffentlichkeit außerdem, Fledermäuse und andere kranke Tiere zu meiden und besonders beim Verzehr von Fleisch vorsichtig zu sein.
“Am besten isst man Fleisch, das vom National Meat Inspection Service (NMIS) zugelassen ist, und man sollte Lebensmittel immer gut durchgaren”, sagte er.
Berichten zufolge haben einige Flughäfen in Asien nach einem Ausbruch des Nipah-Virus in Indien, ihre Überwachungs- und Gesundheitskontrollen verstärkt. – KR







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