Manila – China soll den Asylantrag von Rodrigo Duterte bereits vor seiner Verhaftung durch den Internationalen Strafgerichtshof (ICC – International Criminal Court) abgelehnt haben. – klajoo.com – Dies geht aus einem Bericht einer Quelle hervor, die Einzelheiten zur Verhaftung des ehemaligen Präsidenten durch die philippinischen Behörden lieferte.
Einem Bericht in „24 Oras“ am Donnerstag zufolge, teilte eine vertrauenswürdige Quelle mit, dass die philippinischen Behörden seit Januar im Rahmen des von der Criminal Investigation and Detection Group (CIDG) der Philippine National Police (PNP) ausgearbeiteten „Oplan Tugis“ die Festnahme von Duterte und die Vollstreckung eines Haftbefehls des ICC vorbereitet hätten.
Der Quelle zufolge befahl PNP-Chef, General Rommel Francisco Marbil, dem CIDG-Chef, Police Major General Nicolas Torre III, Duterte in Polizeigewahrsam zu nehmen, sobald der ICC den Haftbefehl gegen Duterte wegen Mordvorwürfen im Zusammenhang mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit seinem tödlichen Drogenkrieg erlassen habe.
Am 7. März flog Duterte nach Hongkong, um an einer Veranstaltung mit Overseas Filipino Workers (OFWs) teilzunehmen.
Am selben Tag erließ die Vorverfahrenskammer 1 des ICC Haftbefehl gegen ihn.
Zu diesem Zeitpunkt arbeitete die PNP bereits eng mit der Interpol zusammen.
Die Quelle sagte, dass die CIDG es vorgezogen hätte, Duterte in Hongkong festzunehmen, die Polizei von Hongkong sich jedoch geweigert habe, mit Interpol zusammenzuarbeiten, da China weder Mitglied noch Vertragspartei des Römischen Statuts sei.
Die Behörden überwachten Duterte seine Aktivitäten bis zu seiner Rückkehr ins Land am 11. März weiterhin durch vier CIDG-Agenten.
Es hieß außerdem, sechs Angehörige der Polizei von Hongkong hätten Duterte eskortiert und dafür gesorgt, dass der ehemalige Präsident seinen Rückflug in die Philippinen antrat.
Dieselbe Quelle berichtete, Duterte habe in China Asyl beantragt, sei jedoch abgelehnt worden.
Berichten zufolge habe er fünf bestätigte Rückreisebuchungen in die Philippinen.
Zurück im Land, so die Quelle, habe das CIDG einen psychologischen Krieg bzw. „Psychokrieg“ geführt, indem es zwei Bataillone der PNP – Special Action Force (SAF) zum internationalen Flughafen von Davao City entsandt habe, um Duterte seine Pläne zu vereiteln, in der Stadt zu landen, die als sein Zuständigkeitsbereich gilt.
Der Quelle zufolge sah General Torre III große Schwierigkeiten voraus, falls Duterte in Davao City landen und dort verhaftet werden müsste.
Daher ließ das CIDG durchsickern, dass dort eine beträchtliche Polizeitruppe auf ihn wartete.
Am Terminal 3 des Ninoy Aquino International Airport (NAIA), wo Duterte sein Flug landen sollte, führten die Behörden mindestens vier Probeläufe seiner Festnahme durch.
Am Flughafen befanden sich 60 CIDG- und 20 SAF-Angehörige, die als Festnahmeteam fungierten und für die Sicherheit des Verfahrens sorgten.
Die CIDG forderte die Fluglotsen der NAIA außerdem auf, Duterte sein Flugzeug zum Gate 116 zu bringen, dem Gate, das dem Aufzug zum Rollfeld am nächsten liegt.
Vor dem Terminal warteten bereits PNP-Kampffahrzeuge, die den ehemaligen Präsidenten und seine Begleiter zum benachbarten Luftwaffenstützpunkt Villamor bringen sollten.
Zwölf Stunden nach seiner Ankunft aus Hongkong befand sich Duterte als Passagier eines gecharterten Gulfstream 6550 Jet, auf dem Weg nach Den Haag in den Niederlanden, um sich dem ICC zu stellen. – KFR
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