Manila – Die Philippinen sind im diesjährigen Weltindex für Pressefreiheit, um neun Plätze auf Platz 147 von 180 Ländern zurückgefallen. – klajoo.com – Der Index, der von der globalen Presseaufsichtsbehörde Reporter ohne Grenzen (RSF) erstellt wird, bewertet den Zustand des Journalismus in jedem Land anhand von fünf Indikatoren: politischer Kontext, rechtlicher Rahmen, wirtschaftlicher Kontext, soziokultureller Kontext und Sicherheit.
“Die Philippinen stehen seit sechs Jahren unter der Führung von Präsident Rodrigo Duterte, einer Regierung, die durch zahllose verbale Angriffe in Verbindung mit gerichtlichen Schikanen gegen alle Medien, die als zu regierungskritisch gelten, gekennzeichnet ist”, so die RSF in ihrem Länderprofil für die Philippinen.
Die RSF stellte auch fest, dass die Philippinen eines der tödlichsten Länder für Journalisten sind und die Straffreiheit für Medienmorde fast vollständig ist.
Im letztjährigen Index belegten die Philippinen Platz 138.
Die Philippinen liegen eine Stufe über Hongkong, das um 60 Plätze auf Platz 148 zurückfiel, was die RSF als den größten Absturz des Jahres bezeichnete.
“Grund dafür sind die ständigen Angriffe auf die Pressefreiheit und das langsame Verschwinden der Rechtsstaatlichkeit in Hongkong”, sagte Cedric Alviani, von dem East Asia Büro der Organisation in Taiwan, gegenüber der Agence France-Presse (AFP).
Die RSF schrieb schrieb in Twitter: “Der World Press Freedom Index 2022 der RSF zeigt eine Polarisierung auf zwei Ebenen – in den Medien und zwischen den Ländern -, die durch das Informationschaos noch verstärkt wird. Das Ergebnis ist eine Spaltung innerhalb der Länder und zwischen den Ländern.”
Die meiste Pressefreiheit hat:
- 1. Norwegen
- 2. Dänemark
- 3. Schweden
weitere Platzierungen:
- 16. Deutschland
- 24. Großbritannien
- 26. Frankreich
- 42. USA
- 58. Italien
- 71. Japan
- 106. Ukraine
- 147. Philippinen
- 148. Hongkong
- 150. Indien
- 155. Russland
- 175. China
- 176. Myanmar
auf den letzten drei Plätzen:
- 178. Iran
- 179. Eritrea
- 180. Nordkorea
Auf der Webseite der RSF, sagte deren Generalsekretär Christophe Deloire sagte: “Margarita Simonyan, die Chefredakteurin von RT (dem früheren Russia Today), hat in einer Sendung von Russia One TV offenbart, was sie wirklich denkt, als sie sagte, dass keine große Nation ohne die Kontrolle über Informationen existieren kann.”
Weiter sagte er: ” Die Schaffung von Medienwaffen in autoritären Ländern beseitigt nicht nur das Recht der Bürger auf Information, sondern ist auch mit dem Anstieg der internationalen Spannungen verbunden, die zu den schlimmsten Kriegen führen können. Innenpolitisch stellt die Fox News-isierung (Nachrichtenübermittlung) der Medien eine fatale Gefahr für die Demokratien dar, weil sie die Grundlage der bürgerlichen Harmonie und einer toleranten öffentlichen Debatte untergräbt.”
Deloire abschließend: “Als Reaktion auf diese Probleme sind dringende Entscheidungen erforderlich, die einen New Deal für den Journalismus, wie er vom Forum für Information und Demokratie vorgeschlagen wurde, und die Verabschiedung eines geeigneten Rechtsrahmens mit einem System zum Schutz demokratischer Online-Informationsräume fördern.” – GMA/KR







Die Verbreitung von Falschnachrichten in den sogenannten “regierungskritischen Medien” wurde wohl nicht berücksichtigt.
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